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Die Natur ist erwacht – Aktuelles aus der Tierwelt in den Donau-Auen!

 
(Orth/Donau, 03.04.2009) Kaum haben wir den Winter endgültig hinter uns gelassen, setzt umgehend geschäftiges Treiben in der bunten Tierwelt der Donau-Auen ein. Vögel, Amphibien, Reptilien und Insekten freuen sich gemeinsam mit uns über die ersten warmen Sonnenstrahlen.
 
Besonders auffällig ist das emsige Treiben in der Vogelfauna. Während die ersten Zugvögel langsam aus ihren Winterquartieren eintreffen, ist bei den Spechten schon die Balz voll im Gange. Der Nationalpark Donau-Auen ist mit der großen Menge an Totholz ein besonders beliebter Lebensraum für Spechte (es gibt 8 verschiedene Arten in den Donau-Auen): Reviere werden besetzt und durch Trommeln verteidigt, die ersten Bruthöhlen werden gezimmert. Buntspechte lassen sich dabei gut beobachten, es können aber auch Schwarzspecht und Grünspecht, Kleinspecht und Mittelspecht entdeckt werden. Das Klopfen und Trommeln ist in jedem Fall weithin zu hören.
 
Auch ein besonders seltener Vogel lässt sich dieser Tage mit etwas Glück beobachten: Der Schwarzstorch umkreist mit seiner Partnerin die ausgedehnte Aulandschaft in Vorbereitung auf das Brutgeschäft. Das Storchenpaar markiert so sein Brutrevier. Der Frühling ist die Zeit im Jahr, in der man den Schwarzstorch am ehesten zu Gesicht bekommt. Später im Jahresverlauf, wenn er seinen Horst in einem mächtigen Baum im tiefen Auwald errichtet hat, zieht er sich dorthin zurück und bleibt den Menschen fern.
 
In den Feuchtlebensräumen der Donau-Auen setzt gerade ein sehr beeindruckendes Naturschauspiel ein: das Liebesleben der Amphibien. Die wärmenden Sonnenstrahlen haben bereits die ersten Frösche aus der Winterstarre hin zu den Laichgewässern gelockt. Man findet daher in Kleingewässern schon die ersten Laichballen von Springfröschen, eine der häufigsten Amphibienarten in den Donau-Auen.
 
Und auch die Reptilien, wie zum Beispiel die häufige Ringelnatter und die seltene Äskulapnatter oder die Europäische Sumpfschildkröte, erwachen langsam im Nationalpark Donau-Auen. Die im Winter von Bibern gefällten Bäume dienen der Europäischen Sumpfschildkröte als Terrasse für ihr erstes Sonnenbad. Da das Wasser noch sehr kalt ist, müssen die wechselwarmen Tiere derzeit entsprechend lange in der Sonne sitzen, um die „Betriebstemperatur“ zu erreichen.
 
Noch ein Tier, übrigens das giftigste des Nationalpark Donau-Auen, ist derzeit häufig zu beobachten: Der plumpe Ölkäfer, im Volksmund auch „Maiwurm“ genannt, bahnt sich seinen Weg durch die vielen Schneeglöckchen, Buschwindröschen und den ersten Bärlauch. Als Abschreckung gegen Feinde kann der Käfer ein tödliches Sekret absondern, gegen schwere Schuhe der Menschen ist er freilich nicht gewappnet.
 
In der Tierwelt geht es in diesen Tagen also rund und bei einem gemütlichen Spaziergang durch die Donau-Auen lässt sich so manches einzigartige Naturschauspiel beobachten. Ein wunderschönes Erlebnis für die ganze Familie. Ein große Bitte sei ausgesprochen: Bleiben Sie auf den vorgegebenen Wegen! Die Tiere sind gerade jetzt besonders störungsempfindlich.
 
 
Fotos: Baumgartner, Kovacs. Die Veröffentlichung ist unter Nennung des Fotografen und in Zusammenhang mit Berichten über den Nationalpark Donau-Auen honorarfrei.
 
Link:
www.donauauen.at 
 
 
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03.04.2009,