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Evaluierungsergebnisse Nationalpark Gesäuse liegen vor!

Gutachterteam präsentiert die Evaluierung des Nationalparks Gesäuse - außerordentlich positives Bild der Nationalparkarbeit.

 
Der Nationalpark Gesäuse wurde in den letzten zwölf Monaten einer externen Evaluierung durch Schutzgebietsexperten unterzogen. Die Ergebnisse dieser Studie liegen nun vor.
 
Zur Evaluierung
 
Die Nationalpark Gesäuse GmbH ist aufgrund Art. 9 des 15a Staatsvertrages (15a B-VG zwischen Bund und Land Steiermark zur Errichtung und zum Betrieb eines Nationalparks Gesäuse, LGBl. Nr. 70/2003) verpflichtet, die Umsetzung seiner Maßnahmen gemäß Art. 5, die Organisationsform sowie die Finanzen gemäß Art. 7 einer Prüfung zu unterziehen.
 
Die Evaluierung wurde im Auftrag der Nationalparkpark Gesäuse GmbH im Zeitraum zwischen November 2007 und Mai 2008 durchgeführt. Ein Dreierteam aus externen erfahrenen und unabhängigen Schutzgebietsexperten hat dabei in den letzten zwölf Monaten die Managementeffektivität des Nationalparks Gesäuse umfassend evaluiert.
 
Die Evaluierung des Nationalparks Gesäuse soll zeigen, ob die Vorgaben der Gesetze und der IUCN erfüllt werden. Darüber hinaus soll die Evaluierung insbesondere auch dazu dienen, die Gesellschafter Bund und Land Steiermark sowie die Öffentlichkeit über die Effektivität des Nationalparkmanagements zu informieren und auch Grundlage sein, mittels eines adaptiven Managementansatzes die Effizienz der Nationalparkarbeit weiter zu erhöhen und eine regelmäßige, nachvollziehbare und effiziente Überprüfung des Managements zu ermöglichen.
 
Mag. Michael Jungmeier als Vertreter der 3 Evaluatoren zu den Ergebnissen zu den Ergebnissen: 

„Der junge Nationalpark Gesäuse hat gute Arbeit geleistet und präsentiert sich zukunftstauglich, sagte Mag. Michael Jungmeier in einer Pressekonferenz. Er hat als Mitglied eines dreiköpfigen Expertenteams den Nationalpark Gesäuse evaluiert. Der Nationalpark Gesäuse ist der erste österreichische Nationalpark, der sich einer derart detaillierten Überprüfung stellt.  In der Überprüfung, der internationale Standards zugrunde lägen, habe sich ein außerordentlich positives Bild der Nationalparkarbeit ergeben. Die geleistete Aufbauarbeit, die entwickelten Strukturen, Prozesse und Aktivitäten brauchen den internationalen Vergleich nicht zu scheuen. Die strategischen Entscheidungen des Nationalparkmanagements können inhaltlich nachvollzogen werden. Die Dokumentation ist umfassend und transparent. Die Gesamtausrichtung des Nationalparks ist zukunftstauglich.
 
 
Folgende Punkte werden in der Evaluierung besonders positiv bewertet:

- Innovative und hochwertige, teilweise einzigartige Besucher- und Bildungsangebote (Infrastrukturen, Veranstaltungen) als Teil des regionalen touristischen Angebotes
- Umfassende und systematische Öffentlichkeitsarbeit in der Region und über die Region hinaus
- Hochqualifiziertes, motiviertes und effektives Team in einem modernen Dienstleistungsunternehmen
- Naturräumliches Grundinventar, Qualität ausgewählter Forschungsarbeiten und Planungsinstrumentarien (z.B. Besucherlenkung)
- (Erste) nachweisbar positive regionalwirtschaftliche Auswirkungen
 
In folgenden Punkten sehen die Evaluatoren Handlungsbedarf:

- Die Mitgestaltungsmöglichkeiten am Park sollten für verschiedene Interessen verbessert werden. Der nun eingerichtete „runde Tisch“ ist ein erster Schritt in diese Richtung. Die Weiterentwicklung zu einem repräsentativen Beirat wird empfohlen, ebenso die Einrichtung eines Wissenschaftsbeirates.
- Ein umfassender Managementplan sollte zügig fertig gestellt werden. Dabei sollte u.a. auf eine Verringerung der Barrierewirkung von Straßen, Bahn, Forst-, Alm- und Aufschließungswegen und eine Verbesserung von Abgrenzung und Zonierung abgezielt werden.
- Das Zusammenspiel zwischen dem Grundbesitzer (Steiermärkische Landesforste) und der Nationalpark GmbH sollte durch einen gemeinsamen Organisationsentwicklungsprozess unterstützt werden.
- Die budgetäre Situation sollte durch Valorisierung der Gesellschafterbeiträge über das Jahr 2012 hinaus gesichert werden.“
 
(Originalwiedergabe der schriftlichen Unterlage von Mag. Jungmeier im Rahmen der Pressekonferenz vom 27. November, 10:30 Uhr im Nationalparkpavillon Gstatterboden):
 
 
Das Evaluationsteam besteht aus:

Mag. Michael Jungmeier, Leiter des Beratungsunternehmens E.C.O. (www.e-c-o.at), das auf die Planung und Beratung von Großschutzgebieten spezialisiert ist (Schwerpunkt: Alpen, Mittel- und Osteuropa); Evaluierungsthemen: Bildung – Öffentlichkeitsarbeit - Organisation - Akzeptanz – Nationalparkkooperationen


a.o. Univ.Prof. Dr. Michael Getzner, Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Klagenfurt, Leiter des internationalen MSc-Lehrgangs „Management of Protected Areas“ (www.mpa.uni-klu.ac.at); Evaluierungsthemen: Finanzen und regionalwirtschaftliche Auswirkungen


Univ.Doz. Dr. Wolfgang Scherzinger, Forstwirt, Berater, langjähriger Mitarbeiter des Nationalparks Bayerischer Wald; Evaluierungsthemen: Naturraum - Naturraummanagement – Forschung
 
Rückfragen zu den Evaluierungsergebnissen:
Mag. Michael Jungmeier, E.C.O Institut für Ökologie; Tel.: 0463-504144
 

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17.12.2008,